Stefan N. Lörsch
Bertolt-Brecht-Str. 28
D - 50374 Erftstadt
Telefon: 02235 - 27 62
Telefax: 02235 - 46 39 63
E-Mail: mail@bau-truck.de


Neue Artikel

Ein Seilbagger in den Tropen

21.05.2012 - „DEAL“, die Verwaltung des Hafens von La Reunion, hat sich zur Instandhaltung der Fahrrinne und zum Ausbau der Uferbefes ... [mehr]

TEREX® AC 350/6 hebt Kirchturmspitze

19.05.2012 - Im März 2012 hob der Bocholter Krandienstleist-
er Autokrane Schares GmbH im rheinländischen Erkelenz die ... [mehr]

Grundsolide Leistungsträger

15.05.2012 - Terex knickgelenkte Muldenkipper der Generation 9
... [mehr]

Neu im Lexikon

Trommelsiebmasc-
hine

Die Trommelsiebmasc-
hine (engl. Drumscreen) wird in der Regel zur Siebung von Kompos ... [mehr]

Bauschuttrecycl-
ing

unter Bauschuttrecycl-
ing versteht man die Wiederverwertun-
g von Beton, Steine ... [mehr]

Absetzcontainer

Ein Absetzcontainer oder auch Absetzmulde genannt ist der ideale Container für Bausch ... [mehr]

Artikel aus der Bauwirtschaft

Pressemitteilungen von Herstellern

Die richtigen Hebel betätigen

In den meisten Baumaschinen ersetzen vielleicht zukünftig Joysticks die Bedienungshebel, aber bis auf weiteres hat sich Volvo CE – selbst Vorreiter der Joystick-Technologie – dafür entschieden, in seiner neuen Motor-Grader-Serie G900 die üblichen Steuerelemente beizubehalten. Caroline Hudson erläutert warum.

Die richtigen Hebel betätigenMotor-Grader gehören zu denjenigen Baumaschinen, die sehr schwer zu beherrschen sind. Ihre Fahrer gehören zu den fähigsten und meist respektiertesten Mitarbeitern auf einer Baustelle. Bei der Konstruktion und Entwicklung der G900-Grader-Familie haben die Ingenieure von Volvo CE erfahrene Baumaschinenfahrer intensiv befragt und in den Entscheidungsprozess mit einbezogen. Wer wäre auch besser geeignet, etwas zu den Maschinen zu sagen, als diejenigen, die ihr gesamtes Arbeitsleben mit ihnen verbringen? Mit dem Programm „Voice of the Customer“ holten sich die Ingenieure Feedback in jeder Phase der Neuproduktentwicklung.
Bereits bei den ersten Gesprächen wurde das Thema „Wahl der Bedienungselemente“ äußerst hitzig diskutiert. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage, ob bei der G900-Serie zugunsten der aktuellsten Joystick-Technologie auf die Hebel, mit denen Grader seit Jahrzehnten bedient werden, verzichtet werden sollte. Volvo CE hat Joysticks erfolgreich bei anderen Produkten eingeführt, aber es wurde schnell klar, dass Grader-Fahrer starke Vorbehalte hatten, ob der Joystick-Ansatz die optimale Lösung für die Grader-Bedienung sei.
„Im Laufe der Zeit wurde die traditionelle Hebelanordnung zum Branchenstandard“, sagt Brian Lowe, Produktmanager für die Grader-Serie bei Volvo CE. „Die Fahrer sind die herkömmliche Anordnung und Positionierung der Bedienelemente gewohnt. Dies ist für uns ein wichtiger Punkt hinsichtlich der Entscheidung, welche Instrumentierung die benutzerfreundlichste für diejenigen ist, die letztendlich diese Maschinen bedienen müssen.“
Wenn sich an den Bedienelementen nichts ändert, können Baumaschinenfahrer von einer Marke zur anderen wechseln, ohne erst groß umlernen zu müssen – eine wichtige Überlegung, wenn es um den Neukauf eines Graders geht.
„Es war klar, dass sich zu diesem Zeitpunkt eine radikale Änderung der Bedienelemente sogar für die erfahrensten Maschinisten und Eigentümer als zu problematisch erweisen würde“, erläutert Brian Lowe. „Das ist, als würde man einen Konzertpianisten auffordern, Trompete zu spielen. Er kann vielleicht Noten lesen, aber er wäre völlig verloren, wenn er anstelle von Tasten mit Ventilen spielen sollte“.
„Ich glaube, ein Aspekt der Maschinensteuerung, der nicht übersehen werden darf, ist die erstaunliche Entwicklung der Scharsteuerungssysteme vom Schnurgerüst zum Laser und jetzt zu den fortschrittlichsten satellitengestützten Systemen. Um diese Fortschritte zu optimieren, hat Volvo auf der Ebene der Erstausrüster mit den wichtigsten Lieferanten für automatische Scharsteuerungssysteme zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass der Volvo G900 eine werkseitig eingebaute Planierspezifikation hat, die betreffend des Aussehens und der Oberfläche unübertroffen ist“, sagt Lowe.
Bei den Gesprächen äußerten die Fahrer auch Bedenken, dass die größere Empfindlichkeit des Joysticks zu unbeabsichtigten Bewegungen bei diversen Grader-Einsätzen führen könnte. Diese hohe Empfindlichkeit ist ein Vorteil bei Baumaschinen wie dem Baggerlader oder dem Mobilbagger, aber bei einem Grader könnte sie Schwierigkeiten verursachen. „Bei der Bedienung eines Graders mit Multifunktionsjoysticks anstelle der herkömmlichen Hebel stellten die Maschinenführer oftmals fest, dass sie unbeabsichtigt beim Steuern die Neigung des Planierschilds veränderten und dabei die planierte Fläche zerstörten“, sagt Lowe. „Es wurde als Vorteil betrachtet, weiter mit dem gewohnten Lenkrad zu steuern, das unabhängig von anderen Bedienelementen bleiben sollte.“
Die übliche Anordnung der Hebel und die Lage von Lenkrad und Hebeln zueinander wurden als Schlüsselelement bei der Konstruktion des G900 angesehen, sowohl für eine einfache Bedienung als auch für die Genauigkeit. Den Fahrern war hauptsächlich wichtig, das, wofür sie verantwortlich sind, von A bis Z unter Kontrolle zu haben: die fertig planierte Fläche.
Also wurde die traditionelle Hebellösung beibehalten, aber ansonsten ist der G900 der fortschrittlichste Motor-Grader auf dem Markt. Wenn die Beibehaltung der üblichen Bedienelemente die Verneigung Volvos vor dem Bekannten bei der G900-Familie ist, dann sind Getriebe und Motor der Kern ihrer technologischen Innovation. Die Volvo-G900-Motor-Grader besitzen als erste ein 11-Ganggetriebe – ein absolutes Novum in der
Branche. Bei den neuen HTE-Getrieben kommt die bewährte Volvo-Getriebetechnik zum Einsatz. Damit bietet Volvo die fortschrittlichsten und doch bedienungsfreundlichsten Grader-Getriebe an, die derzeit zu haben sind.
Das als Sonderausrüstung erhältliche HTE1160-Getriebe hat 11 Vorwärts- und 6 Rückwärtsgänge für Präzisionssteuerung bei niedrigen Geschwindigkeiten, aber auch für schnellere Fahrgeschwindigkeiten in den höheren Gängen, wodurch die Arbeit schneller erledigt ist. Bei diesem neuen Getriebe verringern sich die Betriebskosten, da der Kraftstoffverbrauch durch einen Spargang für jeden Einsatzzweck sinkt, mit dem der Motor stets bei optimaler Drehzahl und optimalem Drehmoment arbeitet. Durch die bessere Bedienbarkeit lässt sich mehr Arbeit in einem Durchgang erledigen, weshalb weniger Grader-Zeit auf den laufenden Meter erforderlich ist, wodurch sich die Kosten weiter verringern.
Ein anderer Vorteil des Getriebes ist die Shuttle-Shift-Funktion, die dem Fahrer ermöglicht, direkt zwischen Vorwärts- und Rückwärtsgängen zu schalten, ohne das Kupplungspedal oder die Bremse betätigen zu müssen. Diese Funktion vermindert nicht nur die Ermüdung beim Bediener, sondern sie erhöht auch die Produktivität.
Die Konstrukteure haben alle Modelle darüber hinaus serienmäßig mit einem Umschalter zwischen den Betriebsmodi „Power“ und „Speed“ ausgerüstet. So steht bei niedrigeren Drehzahlen die volle Leistung des Volvo-Motors zur Verfügung, wodurch sich die Effizienz erhöht. Der Bediener kann zwischen „Power“ und „Speed“ umschalten, um die Drehmomentkurve beim Betrieb in den beiden untersten Leistungsbereichen zu ändern. Im „Power“-Modus liefert der Motor mehr Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen für höhere Produktivität und begrenzt die Drehzahl auf 1.900 UpM, um Kraftstoff zu sparen. Im „Speed“-Modus ändert der Motor des Graders seine Leistungskurve, so dass ein effizienterer Betrieb bei höherer Geschwindigkeit möglich ist. Diese Funktion soll den Fahrer davon abhalten, den ruhig laufenden Volvo-Motor zu überdrehen. Mit einem um sechs Prozent geringeren Kraftstoffverbrauch, bringt das 11-Ganggetriebe deutliche Vorteile für Umwelt und Geldbeutel.
Es ist nicht zu übersehen, dass die Konstruktion von Volvos Motor-Grader-Serie G900 wesentlich von erfahrenen Maschinenführern bestimmt und für sie entwickelt wurde. Die sieben Modelle der Serie bieten eine unübertroffene Mischung benutzerfreundlicher Bedienelemente und technischer Innovationen, die das Leben qualifizierter Fahrer leichter machen. Hinzu gesellen sich viele Komfortmerkmale wie Klimaanlagen und
Heizungen in der Kabine. Die G900-Grader sind robust genug, um im harten Einsatz beim Schneiden und Schieben von schwerem Material zu bestehen, flexibel genug für steiles und schwieriges Gelände und genau genug, um die korrekten Spezifikationen einzuhalten, auch wenn es um sehr feines Planieren und schwierigste Bedingungen geht.
Volvo CE war das erste Unternehmen, das die wichtige Rolle der Maschinenführer für die Steigerung der Effizienz erkannte. Wenn sie sich wohl fühlen und ihre Maschinen kennen, werden sie längere Zeit besser und härter arbeiten können. Und sie werden ihre Maschinen mögen, sich um sie kümmern und sicherstellen, dass sie gut gewartet werden. Fahrer sind der Schlüssel zu höherer Produktivität und geringen Ausfallzeiten von Maschinen. Wenn sie also lieber Hebel als Joysticks wollen, wie könnte Volvo CE da noch lange diskutieren?

geschrieben von Volvo Construction Equipment Europe GmbH am 26.03.2008 um 12:06 Uhr.


[zur Übersicht]