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Artikel aus der Bauwirtschaft

Historisches und Kurioses

Bodenverdichter

Wacker Vibrationsverdichterplatte DV2500 "Bison"

Bodenverdichter Baubetriebe müssen ihre Produktionsstätten laufend neu einrichten, das heißt, ständig eine Vielzahl an Bauproduktionsmitteln transportieren. Vor nahezu 40 Jahren, als hydraulische Ladekrane für LKW mehrheitlich noch nicht einmal auf dem Reißbrett standen, entwickelte WACKER seine VibrationsVerdichtungsplatte DV 2500 und nannte sie wegen ihres bulligen Aussehens „Bison“. Es war eine rund 700 kg schwere Maschine mit einer Arbeitsplatte von 890 x 660 mm, die je nach anstehender Bodenart bei einmaligem Übergang mit ihrem zwischen 400 und 1700 1/min in der Drehzahl verstellbaren Doppelwellenschwinger eine Wirktiefe von 40 bis 80 cm erzielte.
Die Besonderheit der voll verkleideten Maschine war ein heckseitiger Zweiradsulky mit einem auf- und abklappbaren Schalensitz, von dem aus die DV 2500 im Mitfahrbetrieb über eine Deichsel gesteuert werden konnte, die an ihrem Ende als eine Anhängerkupplung ausgebildet war. Durch diese Entlastung des Bedienungsmannes konnten mit der Maschine Flächenverdichtungsleistungen zwischen 400 und 600 m²/h erzielt werden.
Zum Langstreckentransport wurden zunächst die beiden mit jeweils 2 bar Fülldruck versehenen Sulkyräder abgenommen und mit ihren Kugellager-Achsstummeln längsmittig an der Stampfplatte befestigt. Danach mussten nur noch die Bedienungs- und Zugdeichsel gesenkt, der Mitfahrersitz versetzt sowie die Mitfahrerdeichsel hochgeklappt und fixiert werden, um die Maschine mit maximal 20 km/h im LKW-Schlepp verfahren zu können.

geschrieben von Prof. Dipl.-Ing. G. Kotte am 11.06.2009 um 13:17 Uhr.


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