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Historisches und Kurioses

Verbauschlitten für den Graben

ISCHEBECK entwickelte gegen Ende der 60er Jahre einen Verbauschlitten. Mit dessen Hilfe ließ sich in zeitweilig standfesten Böden ausgehobenen Gräben bis zu 4,5 m Tiefe und maximal 2,8 m Breite ein so genannter Normverbau aus vertikalen Holzbohlen einfacher und schneller als mit den damals allgemein üblichen Verbaugeräten in den Graben einbringen.

Verbauschlitten für den GrabenEin derartiger Verbauschlitten bestand aus zwei jeweils 4 m langen und an den Stirnseiten abgerundeten I-Trägern, die durch drei in Längsrichtung gleichmäßig verteilte Kanalstreben miteinander zu einem Joch verbunden waren. Je nach Grabentiefe mussten zwei (bis zur Tiefe von 2,9 m), drei (bis 3,85 m) oder vier (bis 4,5 m) derartiger Verbauschlitten im vertikalen Abstand von maximal 1,25 m untereinander gehängt werden. Sie wurden mit Hilfe von Seil- oder Kinematik Hydraulikbaggern in den vorausgehobenen Graben gebracht.
War die auf die vorliegende Grabenbreite eingestellte und zahlenmäßig der Grabentiefe entsprechende Verbauschlittenkombination in den vorausgehobenen Graben gehoben, konnten vom Grabenrand her die vertikalen Verbaubohlen zwischen Grabenwand und Verbauschlittenträger eingesteckt werden. Anschließend wurde der Verbauschlitten mit seinen Kanalstreben gegen die Bohlen ausgespindelt und diese dadurch gesichert. Die jetzt einzubringenden Brusthölzer wurden bis zum Einsetzen und Ausspindeln ihrer eigenen Kanalstreben von zwei Klappbügelpaaren unterhalb der Verbauschlittenträger gehalten. Zum sich anschließenden Vorschieben der Verbauschlittenkombination mussten dann nur die Schlittenspindeln gelockert sowie die beiden vorderen Klappbügel hochgestellt und eingerastet zu werden. Danach konnte der Seil- oder Kinematik-Hydraulikbagger die Verbauschlittenkombination um eine halbe Trägerlänge in den nächsten zu sichernden Grabenabschnitt ziehen.

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geschrieben von Prof. Dipl.-Ing. G. Kotte am 10.09.2009 um 09:25 Uhr.


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