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Pressemitteilungen von Herstellern
Brücken- und Strassensanierung mit Stahltraggleidern von Ischebeck
Das Team von Jens Uhlig war mit Stahltraggliedern TITAN von Ischebeck und dem damit möglichen Stabilisierungsverfahren schon vor 1-2 Jahren erfolgreich, als im erzgebirgischen Wolkenstein am Haltepunkt Warmbad eine 70 Jahre alte Straßenbrücke saniert und eine neue Eisenbahnbrücke errichtet werden mussten.
Das Erzgebirge ist entlang der Täler dicht besiedelt und enthält in dichter Folge sich wieder entwickelnde Industriestandorte, so dass es dort be-sonders wichtig ist, die Verbindungen zwischen den einzelnen Siedlungen und Dörfern zu modernisieren und darüber hinaus ans überregionale Straßennetz anzuschließen. Der ständig wachsende Durchgangs- und Anliegerverkehr mit gleichermaßen immer schwerer werdenden Fahrzeugen führt zu einer starken Belastung aller Straßenkonstruktionen, die mittlerweile oft über die bei ihrer Anlage gemachten Stabilitätsansätze hinausgeht. Daher haben in dieser Region der Ausbau, die Sicherung und die laufende Unterhaltung des überkommenen Straßennetzes einen besonderen Rang.
Allerdings werden diese Arbeiten objektiv und weitgehend unabwendbar erschwert:
- Die bis zu 1000 m über NN liegende Kammgegend unterliegt das gesamt Jahr hindurch recht häufig wechselnden und dann heftig wechselnden Witterungseinflüssen, welche die Straßen und Brückenbauwerke besonders hoch beanspruchen.
- Der zu Bauarbeiten verfügbare Jahreszeitraum ist durch die in der Regel recht lange Winterperiode vergleichsweise sehr kurz und dann auch noch von vorausgehenden und nachfolgenden behindernden Schlechtwetterabschnitten einge-rahmt.
- Nicht zuletzt darf in der Regel der Verkehrsfluss auf den Verbindungswegen auch während dort fälliger Neubau-, Ersatz- und Instandhaltungsarbeiten nicht unterbrochen werden.
Damit haben sich die in dieser Region aktiven Bauunternehmen zusätzlich auseinander zu setzen. Was dazu geführt hat, dass in dieser Gegend ansässige und mit dem rauen Erzgebirgsklima aufgewachsene Unternehmer und Mitarbeiterteams für diesen Arbeitenfächer besonders gut aufgestellt sind.
Als Manfred Uhlig vor 17 Jahren in Crottendorf, auf halbem Weg zwischen Oberwiesenthal und Annaberg-Buchholz gelegen, ein auf Erd-, Kanal-, Industrie und Ingenieurbau eingerichtetes Unternehmen gründete, wusste er, dass sein Team stets mit Problemen konfrontiert werden wird, die in keiner Bauausschreibung zu fixieren sind und daher ein durch praktische Erfahrung angesammeltes bautechnisches Reaktionsvermögen erfordern.
Inzwischen leitet sein Sohn Dipl.-Ing. Jens Uhlig das mittlerweile auf 20 Mitarbeiter angewachsene mittelständische Unternehmen. Er hat vor 2 Jahren seine Arbeitspalette um das im Bereich der Bauwerkunterhaltung immer wichtiger werdende Fachgebiet der „Geotechnik“ erweitert und sich dabei besonders auf die Arbeit mit selbstbohrenden Stahltragglie-dern TITAN von Ischebeck spezialisiert. Dabei handelt es sich um eine von Ischebeck entwickelte und mittlerweile auf über 12 unterschiedliche Größen angewachsene Palette an Spezialstahlrohren mit einem durchgehend aufgerollten Mantelprofil. Diese Rohre werden mit verlorenen Bohrkronen zunächst als Bohrgestänge genutzt, dienen aber dabei zugleich auch als Injektionslanzen für das Spülen der Bohrung und für das Einpressen einer auf die Untergrundstruktur abgestimmten Zementemulsion. Am Ende sind die auf diese Weise im Untergrund oder in einem Bauwerk fixierten Stahltragglieder aber auch Bewehrungen, die durch die Betriebslasten der so behandelten Objekte als Anker, Pfähle oder Stabili-sierungen auf Zug, Druck und Scherung beansprucht werden und damit hohe Lastanteile aufnehmen können.
Dipl.-Ing. Jens Uhlig: „Die inzwischen bauaufsichtlich anerkannten Selbstbohranker TITAN von Ischebeck sind eine sowohl bautechnologisch als auch ökonomisch äußerst vorteilhafte Entwicklung, da sie ein progressives Arbeiten ermöglicht und das bei anderen Verfahren übliche Einbringen und Rückbauen von Schutzrohren vermieden wird. Außerdem ist die Größenpalette der Ischebeck-Stahltragglieder TITAN inzwischen so weit angelegt und feinstufig gefächert, dass alle uns bislang bekannten Gründungs-, Befestigungs- und Verbindungsfälle damit erfolgreich gelöst werden konnten. Nicht zuletzt sind die Spezialrohre mit einer Stand-Lieferlänge von 3 m recht handlich, da sie sich mit abgestimmten Kupplungsmuttern an jeder Rohrstelle zur auf der Baustelle gewünschten oder nötigen Länge miteinander verbinden lassen.“
Das Team von Jens Uhlig war mit diesem Material und dem damit möglichen Stabilisierungsverfahren schon vor 2 Jahren erfolgreich, als im erzgebirgischen Wolkenstein am Haltepunkt Warmbad eine bereits 70 Jahre alte Straßenbrücke saniert und eine neue Eisenbahnbrücke errichtet werden mussten. Dabei waren auch umfangreiche Stützwandbauten aus rückverankertem Spritzbeton erforderlich.
Zurzeit arbeiten die Crottendorfer im Bereich Eh-renzipfel-Rittersgrün an einer aus fünf Bauab-schnitten bestehenden Stabilisierung der S271. Die in einer Südhangkerbe verlaufende Straße muss gemäß eines vom Straßenbauamt Zwickau, Bereich Schlema, erteilten Auftrag talseitig auf gut 250 m Länge durch einen solid verankerten monolithischen Stra-ßenrandbalken gegen Verformen und Abgleiten gesichert werden. Der dazu nötige stahlbewehrte Betonkörper ist durchgehend 80 cm breit und 100 cm hoch. Er wird später von insgesamt 250 Ankern gehalten werden. Die dazu eingesetzten Stahltragglieder TI-TAN 40/20 von Ischebeck-Geotechnik werden paarweise vertikal und unter 25° geneigt in Tiefen zwischen 6 und 7,5 m im Untergrund verankert. Der am Ehrenzipfel nach einer Lehm- und einer Schuttschicht anstehende Schiefer erlaubt zwar das Bohren mit 115 mm großen Kreuzbohrkronen, macht aber für einen zügigen Bohrablauf eine Luftspülung erforderlich. Damit werden die Anker erst am Ende des Bohrvorganges mit einer Zementsuspension (WZ-Wert 0,5) verpresst.
Auch durch die auf dem Erzgebirgskamm stets recht früh mit rauem Wetter einsetzende kalte Jahreszeit werden die Arbeiten in Ehrenzipfel erst im Mai kommenden Jahres abgeschlossen sein.
Jens Uhlig: „Es ist zu erkennen, dass immer öfter große Abschnitte und Kunstbauten des Straßenbestandes sorgfältig gesichert, saniert und stabilisiert werden, statt sie durch deutlich aufwändigere und zumindest während langer Bauzeiten die Verkehrsflüsse stärker behindernde Neubauten zu ersetzen. Wir haben uns daher längst in enger planerischer und logistischer Zusammenarbeit mit der ThyssenKrupp GfT Radeberg und der Dresdner Geschäftsstelle von Ischebeck auf die dazu unverzichtbaren geotechnischen Sicherungsarbeiten eingestellt.“
geschrieben von Prof. Dipl.-Ing. Gernot Kotte am 20.10.2007 um 14:17 Uhr.
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