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Historisches und Kurioses
Die HANOMAG begann bereits kurz nach dem ersten Weltkrieg mit der Serienproduktion der während des Krieges unter militärischen Aspekten entwickelten Kettenschlepper.
Doch obwohl bereits 1923 in Amerika von LaPlant-Choate die erste Planiereinrichtung an einem Kettenschlepper gezeigt wurde, stellte die Hanomag eine vergleichbare Maschine erst 1931 vor. Trägermaschine war der inzwischen gegenüber der ersten Schlepperserie konstruktiv abgespeckte und deutlich feingliedrigere Traktor K36, eine Maschine mit komfortabler Cleetrac-Lenkung, die über ein Lenkrad betätigt wurde. Die Maschine besaß bereits recht lange Sechsrollen-Kettenlaufwerke, die um eine vor dem Antriebsrad angeordnete Stützachse vertikal pendeln konnten. Diese Bewegung wurde auch durch eine weiter vorn zwischen Maschinenrumpf und den Kettenlaufwerken quer angeordnete gleichfalls pendelnde progressiv wirkende Mehrblattfeder ermöglicht. Allerdings hatte man sich durch die Wahl sogenannter Flachkettenplatten noch nicht auf die zum wirtschaftlichen Lösen und Verschieben von Boden erforderlichen Schubkräfte eingestellt.
Die Planierausrüstung bestand aus einem allseitig starren Rahmen, der am Maschinenheck im Zugmaul des als Basis dienenden Traktors befestigt worden war. Wurde der Planierschild des K36 ausschließlich durch seine Eigenmasse auf den Boden aufgepresst, so konnte er zur Regulierung der effektiven Schürftiefe mit Hilfe einer vom Fahrer manuell betätigten und an einem über die Motorverkleidung laufenden Jochrahmen befestigten Kettenwinde hochgezogen werden.
Dieser Entwicklungsgang verdeutlicht, dass, wie in den USA, auch in Deutschland, und damit in Europa, die Geschichte der gleislosen Erdbewegungsmaschinen in zunächst für die Landwirtschaft entwickelten Maschinen ihre Ursprünge hatte.
geschrieben von Prof. Dipl.-Ing. G. Kotte am 14.04.2009 um 16:29 Uhr.
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