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Pressemitteilungen von Herstellern

Individuell und innovativ: Selbst nivellierende Deckentische ohne Zwischenstütze

Der PERI Deckentisch mit der innovativen DCS Technik (Deflection Compensating System) nivelliert sich selbst. Sämtliche Lasten werden über nur vier Eckstützen an den Stahlbetonsäulen des Gebäudes abgetragen. (Foto: PERI GmbH)

Individuell und innovativ: Selbst nivellierende Deckentische ohne ZwischenstützeEin maßgeschneidertes, innovatives PERI Deckentischsystem sorgt beim kanadischen Klinikkomplex South Health Campus nahe Calgary für schnelle Schalzeiten und reduzierten Materialeinsatz. Für das ausführende Bauunternehmen Ellis Don entwickelte der Schalungs- und Gerüstspezialist PERI eine auf die besonderen Anforderungen abgestimmte Lösung, um insgesamt 200.000 m² Geschossfläche wirtschaftlich herstellen zu können. Die knapp 90 m² großen Tische weisen nur vier Eckstützen auf, so dass die gesamten Lasten ohne Zwischenstützen – und dadurch ohne Durchstützungsmaßnahmen in den unteren Etagen – über vorhandene Stahlbetonsäulen abgetragen werden. Das so genannte PERI DCS System (Deflection Compensating System) gleicht die beim Betonieren auftretenden Durchbiegungen automatisch aus. Darüber hinaus lassen sich die Tische per Hand verfahren, wodurch einfache und schnelle Umsetzvorgänge erzielt werden.

Individuelle Deckentischlösung
Moderne Schalungssysteme erlauben rationelle Arbeitsabläufe und ein höchstmögliches Maß an Sicherheit auf der Baustelle. Beim Schalen von Geschossdecken stehen den Bauunternehmen neben herkömmlichen Träger-Deckenschalungen auch Paneel-Deckenschalungen wie beispielsweise die PERI SKYDECK und einsatzfertig vormontierte Deckentische zur Verfügung. Und um mit nur einem Kranhub bis zu 150 m² effizient umzusetzen, hat PERI vor wenigen Jahren den SKYTABLE Deckentisch entwickelt. Für das kanadische Klinikprojekt mit speziellen Anforderungen bezüglich Deckenabmessungen, Bauzeit und Bauablauf erwies sich allerdings ein PERI Sondervorschlag als die wirtschaftlichste Variante.

Das derzeit im Bau befindliche Hauptgebäude des kanadischen Klinikkomplexes weist zwei Unter- und acht Obergeschosse mit jeweils etwa 20.000 m² Deckenfläche auf. Die 25 cm bis 30 cm starken Geschossdecken lagern auf 762 quadratischen Stahlbetonsäulen, die in einem gleich bleibenden Achsraster von 9,60 m x 9,60 m angeordnet sind. Die Regelgeschosshöhe beträgt 4,50 m. Der Bauablaufplan sieht vor, dass die Herstellung über mehrere Ebenen hinweg erfolgt.

Auf der Basis von Standard Systemteilen entwickelten die Weißenhorner Ingenieure in enger Zusammenarbeit mit PERI Kanada und dem Bauunternehmen Ellis Don eine spezielle Deckentischvariante, bei der die gesamten Lasten über nur vier Eckstützen im Bereich der bereits fertig gestellten Betonsäulen in das Gebäude abgetragen werden. Dadurch, dass innerhalb eines Deckenfeldes keine Ab- und Durchstützungen erforderlich sind, wird nicht nur erheblicher Arbeitsaufwand gespart, sondern auch die Materialvorhaltung wesentlich reduziert. Die Lasten von bis zu 237 kN pro Tischstütze werden über einen Klemmrahmen mit schwenkbaren Konsolen direkt in die Gebäudestruktur eingeleitet. Zusätzliche Einbauteile an den Säulen sind hierbei nicht notwendig.

Das DCS: Deflection Compensating System
Ein selbst nivellierendes System aus Sensoren und Hydraulikzylindern sichert die Ebenheit des Deckentisches bei Belastung: Fünf Sensoren je Tisch erfassen während des Betoniervorgangs die jeweiligen Durchbiegungen – je nach Messergebnis „reagieren“ die Hydraulikzylinder und heben die Schalung automatisch zurück in die exakte Waagerechte. Das System arbeitet hierbei mit einer Toleranz von etwa 2 mm. Bis zu zehn Deckentische lassen sich zeitgleich über ein gemeinsames Hydraulikaggregat ansteuern. Von großem Vorteil ist, dass die PERI Ingenieure auch bei der hydraulischen Steuerung auf das Know-how und diverse Bauteile der RCS Selbstklettertechnik zurückgreifen konnten. Nicht zuletzt deshalb war PERI in der Lage, die ersten Tische nach nur drei Monaten Planungs-, Entwicklungs- und Testphase auf die Baustelle zu liefern.

Insgesamt 57 solcher Hightech-Deckentische sind derzeit im Einsatz. Damit werden jede Woche beeindruckende 2.800 m² Deckenfläche hergestellt. Spezielle Umsetzwagen erlauben das einfache und schnelle Verfahren der Tische in Längs- und Querrichtung von Hand, ohne weitere Hilfsmittel. Diese sind ebenfalls mit Hydraulikzylindern ausgestattet, um die Tische zu entlasten und – nach dem Einschwenken der Konsolen am Säulenrahmen – um etwa 40 cm abzusenken.

South Health Campus
Der Klinikkomplex südlich von Calgary ist die derzeit größte Baustelle in Kanada. Spatenstich war im Jahr 2007, der Rohbau des Hauptgebäudes wird in einer ersten Phase Ende 2011 abgeschlossen sein. Die Arbeiten am gesamten Campus dauern noch bis 2018 an. South Health Campus ist ein Gemeinschaftsprojekt der Alberta Health Services und der kanadischen Regierung. Mit modernster Technik ausgestattet, will man federführend in der besten Versorgung der Patienten sein. Dabei berücksichtigt der Bauherr auch alternative Heilungsmethoden und schafft eine angenehme Umgebung für die Patienten. Für stationäre Aufnahmen stehen insgesamt 644 Betten zur Verfügung, zusätzlich können rund 800.000 Patienten pro Jahr ambulant behandelt werden.

geschrieben von Peri GmbH am 13.09.2010 um 15:54 Uhr.


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