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Pressemitteilungen von Herstellern

MERLO kommt mit neuen PANORAMICS auf den Markt

Auch die neuen MERLO-PANORAMICs der 3,7-3,8-Tonnen-Gruppe folgen dem bewährten MERLO-Teleskopmaschinen-Bauprinzip mit seitenverschwenkbarem Oberwagen und dessen Querneigungsausgleich.

MERLO kommt mit neuen PANORAMICS auf den MarktDurch das durchdachte Konstruktionsprinzip seiner PANORAMIC-Teleskopmaschinen hat MERLO die Möglichkeit, größere Maschinengruppen seines Teleskopmaschinen- programms gleichzeitig komplex zu ändern. Das ist jetzt mit der Gruppe geschehen, in denen bislang die drei Maschinen P35.12K; P35.13K und P37.11K vertreten waren. Sie werden jetzt durch die vier neuen Grundtypen P37.12; P38.12; P38.13 und P38.14 abgelöst. Klassische MERLO-PANORAMICs mit jeweils 64 kW Antriebsleistung, die es aber jeweils auch noch als „PLUS“-Ausführung mit einem Turbodiesel gibt, der bei 2.400 1/min maximal 74,5 kW leis-tet.
Die wassergekühlten Niedrig-Emissions-Motoren der neuen Maschinen sind mit dem zentralen Hydraulikaggregat geblockt und klassisch auf der rechten Maschinenseite als Unterflur-Mittelmotoren zwischen den Fahrachsen angeordnet. Nicht nur eine zu Instandhaltungsarbeiten leicht zugängliche Anordnung, sondern auch eine äußerst anfahrsichere Position. Durch die auf der linken Seite an gleicher Stelle angeordnete Großraum-Fahrerkabine ergibt sich ein optimal ausgeglichener Maschinenschwerpunkt.
MERLO hat auch den bewährten hydrostatischen Fahrantrieb beibehalten, über den der Teleskopmaschinenfahrer seine Fahr- oder Arbeitsgeschwindigkeit stufenlos verändern kann. Über das Fahrpedal aufwärts und über das Inchpedal abwärts bis zum Stillstand. Ein elektrisch aktiviertes Zweiganggetriebe ermöglicht die Schaltung in einen Arbeitsbereich (Normalmaschinen bis 7 km/h; PLUS-Maschinen bis 11 km/h) und in einen Transportbereich (Normalmaschinen bis 20 km/h; PLUS-Maschinen bis 40 km/h). Die Maschinen werden mit Hilfe eines Fingertipphebels an der Lenkradsäule reversiert.
Der unverzichtbare permanente Allradantrieb sorgt mit der pendelnden Hinterachse weiterhin in allen Einsätzen für eine optimale Traktion der Maschine und damit für kraftvolle und schnelle Grab- und Transportarbeiten.
Auffällig und in der neuen Maschinenbezeichnung erkennbar ist, dass die neuen Maschinen eine bis zu 300 kg höhere Tragfähigkeit besitzen und die in dieser Gruppe die maximale Länge des Teleskophubarmes jetzt 14 m beträgt. Dafür ist jedoch der alte 11 m-Hubarm entfallen. Mit dem 12 m-Teleskophubarm werden 11,5 m Hubhöhe bzw. 7,6 m Ausladung erreicht. Für den 13 m-Hubarm liegen die entsprechenden Werte bei 12,6 bzw. 8,6 m, während Maschinen mit einem 14 m-Hubarm 13,6 m maximale Hubhöhe und 9,1 m größte Ausladung erreichen.
Alle Maschinen verfügen weiterhin über die bewährte Seitenverschwenkbarkeit des Oberwagens, die zum Beispiel an der P38.14 am voll austeleskopierten Hubarm ± 345 mm beträgt. Eine wichtige Hilfe beim raschen zielgenauen Aufnehmen und Abgeben von Hublasten.
Natürlich gehört auch weiterhin die auf Querneigungen bis zu ± 10 % nutzbare hydraulische Ausgleichverstellung des Maschinenoberrahmens zu der Standardausstattung dieser Maschinengruppe, von der bis auf die P37.12 auch alle Maschinen mit einzeln ansteuerbaren Bugstützpratzen versehen sind.
Neben diesen serienmäßigen Vorteilen bietet MERLO für diese Teleskopmaschinengruppe jetzt auch als Optionen die beiden Gasspeicher-Federsysteme BSS und EAS an. Sie kompensieren von der Maschine auf der Fahrbahn überrollte Längs- und Querunebenheiten, können aber nur alternativ eingebaut werden. Auch steht die Querfederung nur für die P38.12 und P38.14 zur Verfügung. Die Längsfederung BSS (Boom Suspension System) wirkt auf den Hubzylinder des Teleskophubarmes. Die gleichfalls hydropneumatisch aktivierte Querfederung EAS (Electronic Active Sus-pension) über einen eigenen Mikroprozessor auf die Hydraulikzylinder für den Querneigungsausgleich. Diese Federungen erlauben, auch sehr unebene Fahrbahnen mit hohen Geschwindigkeiten zu befahren, ohne den Fahrer durch zu hohe Erschütterungen körperlich zu überlasten sowie die Hublasten dabei zu beschädigen oder gar zu verlieren. Sie haben damit über die schnellen Arbeitszyklen sowohl eine wirtschaftlich wichtige als auch durch die optimale Transportlastschonung eine qualitativ wirksame Funktion.
Natürlich ist an allen Maschinen der Gruppe auch weiterhin die in den drei schnell anwählbaren Alternativen Vorderachs-, Rund- und Krabbenlenkung schaltbare Allradlenkung vorhanden. Die Vorderachslenkung für extrem richtungsstabile Schnelltransporte, die Rundlenkung für kleinste Wendekreise und Lenkmanöver auf engsten Plätzen und die Krabbenlenkung für die zu sehr genauen Maschinenpositionierungen wichtige Kombination von gleichzeitiger Längs- und Querfahrt.
Alle Steueroperationen erfolgen aus einer als ROPS und FOPS ausgelegten Großraum-Komfortkabine mit jetzt 995 mm freier Innenraum breite. Noch tiefer als bisher heruntergezogene Front-, Heck- und Seitenscheiben ermöglichen dem Fahrer jene der Maschinenfamilie „PANORAMIC“ den Namen gebende 360°-Rundumsicht. Die serienmäßig einzelnen Bedienhebel können auf Wunsch durch eine Einhebelbedienung ersetzt werden. Die aktiv schallgedämmte Kabine ist über nur eine sich selbst reinigende Stufe erreichbar und hat einen flachen, stolperfreien Boden. Auf Wunsch kann der universell verstellbare serienmäßige Komfortsitz durch einen Sitz mit einer auf das Fahrergewicht reagierenden Luftfederung ersetzt werden. Eine Entscheidung, durch die die Mehrzahl der Einsatzvibrationen der Maschine kompensiert und deren Bauleistung gesteigert wird. Gleiche Wirkungen haben auch die auf Wunsch lieferbaren Klimaanlagen, Sonnenblenden am Dachfenster und an den Frontscheibenoberteilen.
Alle Maschinen sind mit einem Load-Sensing-Hydrauliksystem ausgestattet, das den über die Bedienungshebel vom Fahrer vorgegebenen Volumenstrom der Hydraulikflüssigkeit automatisch an die Bedürfnisse der jeweils aktuell geschalteten Hydraulikkreisläufe anpasst. Das vermeidet Leistungsverluste und senkt den Kraftstoffverbrauch sowie die Verschleißrate der Maschine.
Das Sicherheitssystem der neuen Maschinen basiert auf einigen bewährten Elementen. Nach wie vor sind die Oberrahmen aller Maschinen von einem halbseitig ungeteilten massiven Rammgürtel umgeben, von dem die in Engraumeinsätzen nahezu unvermeidbaren Fahranstöße verformungsfrei aufgenommen und die übrigen Maschinenstrukturen geschützt werden.
Ein System, das Instabilitäten der Teleskopmaschine über die Vorderachse vermeidet, blockiert umgehend alle das Lastmoment vergrößernden Maschinenbewegungen, wenn das voreingestellte Grenzlastmoment erreicht ist. Außerdem wird der Fahrer zugleich akustisch und optisch auf diesen Maschinenzustand hingewiesen, so dass er das Lastmoment entsprechend verringernde Maßnahmen einleiten kann.
Die sichere Handhabung einer Baumaschine ist grundsätzlich auch von der Funktion und Qualität des Bremssystems abhängig. Die neuen MERLO-Teleskopmaschinen haben zunächst eine Getriebebremse, die sofort wirkt, wenn das Fahrpedal (Gaspedal) nicht mehr betätigt wird. Weiterhin gibt es vier große und über zwei unabhängige Schaltkreise aktivierte hydraulisch betätigte Scheibenbremsen an den Radantriebswellen in den Differentialgehäusen der Fahrachsen. Nicht zuletzt verfügen die Maschinen über eine federbelastete Parkbremse, die sich automatisch aktiviert, wenn der Motor und damit das Hydrauliksystem abgeschaltet werden.
Aber auch der in seiner neutralen Profilachse verschweißte Teleskophubarm und die vollständig in ihm verlegten Hydraulikleitungen und –schläuche sind Teil dieses aktiven Sicherheitssystems. Wie auch der neue deformationsstabilere Kunststoff-Kraft-stofftank.
Die neuen MERLO-PANORAMICs heben sich auch formal von den Vorläufermodellen ab: Die Motorhaubenverkleidung ist geschlossener und damit glatter gestaltet, das Kabinendach hat über der Frontscheibe eine stabile Schutz- und Lampenträgerbrücke erhalten.
Auch die neuen Maschinen sind als Ausrüstungsträger konzipiert und dazu am Kopf des Teleskophubarmes mit der bewährten Schnellwechseleinrichtung ausgestattet. Für den Betrieb in sich bewegter Ausrüstungen ist ein offener Hydraulikkreislauf mit Schnellkupplungen am Auslegerkopf vorhanden. Die Beibehaltung der bewährten Ausrüstungsanschlüsse und –aufnahmen macht es möglich, mit den neuen MERLO-Teleskopmaschinen auch die bereits im Unternehmen vorhandenen Arbeitsausrüstungen weiter zu nutzen.

geschrieben von Prof. Dipl.-Ing. Gernot Kotte am 19.04.2006 um 20:53 Uhr.


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