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Pressemitteilungen von Herstellern

Merlo Roto Mcss wurde zerlegt und per Seilbahn ins Hochgebirge gebracht

Da andere Wegverbindungen zum Staudamm fehlten, musste die Merlo ROTO 40.25 MCSS per Seilbahn in Einzelteilen zur hochgelegenen Baustelle gebracht werden.

Merlo Roto Mcss wurde zerlegt und per Seilbahn  ins Hochgebirge gebrachtIn den Alpenländern hat man schon früh begonnen, das in großen Mangen anfallende Oberflächen- und Schmelzwasser zur Wasserversorgung und zur Stromgewinnung zu nutzen. So ist bereits in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit dem Bau des Baitone-Staudamms begonnen worden, der dann nach über zehn Jahren Bauzeit mit seinem Kraftwerk in Betrieb gehen konnte. Es wird aktuell von der ENEL PRODUZIONE betrieben. Der mit einer 37,9 m hohen und nahezu 230 m langen Mauer aufgestaute See hat eine Wasserreserve von 10,5 Mio. Kubikmeter.
Im Rahmen der regelmäßigen Prüfungen hat man jetzt die Notwendigkeit festgestellt, die Dammwand mit einer neuen Dichtlage zu versehen. Die mit diesen Arbeiten beauftragte Bauunternehmung Gelmi aus Malonno, es mussten immerhin an der aus 46.600 Kubikmeter Beton bestehenden Mauer weitere 2.500 Kubikmeter Beton angebracht werden, stand zunächst vor zwei Grundproblemen:
- Welche Maschine eignet sich optimal, um die an der Staumauer wandernden Arbeitsplätze kontinuierlich mit der jeweils benötigten Betonmenge zu beschicken?
- Auf welche Weise kann diese Maschine auf die 2.300 m über dem Meeresspiegel liegende und nur über Drahtseilbahnen erreichbare Baustelle gebracht werden?
Unter analytischer Betrachtung der von der Dammkrone ausgehenden bautechnologischen Vorgänge fand man schnell eine Merlo-Teleskopmaschine ROTO 40.25 MCSS als die für die anstehenden Bauaufgaben am besten geeignete Schlüsselmaschine. Sie entsprach voll den nachstehenden Forderungen:
- Die Maschine musste in allen ihren Baugruppen kräftig und robust ausgelegt sein.
- Sie musste bereits ihre ausfallsichere Dauerbelastbarkeit und damit ihre Funktionssicherheit vielfach in der Praxis unter Beweis gestellt haben.
- Sie musste auch unter den Hochgebirgsbedingungen mühelos und komfortabel zu fahren, zu manövrieren und zu bedienen sein.
- Gemessen an der maximalen Tragfähigkeit von immerhin 4.000 kg und den beengten Baustellenverhältnissen konnte es sich nur um eine kompakt gebaute Maschine handeln.
- Die Maschine musste mit einer umfassenden Funktions- und Standsicherheitstechnik ausgestattet sein.
- Sie musste in der Lage sein, am Teleskopausleger anhängende Hublasten fahrend zu transportieren und diese, dann im abgestützten Zustand, mit großer Ausladung zu den verschiedenen Arbeitsplätzen abzulassen.
- Das unabdingbare regelmäßige Wartungsprogramm der Maschine durfte nur in großen Zeitintervallen nötig werden, eine geringe Zahl an Pflichtpunkten aufweisen und sich ohne aufwändige Demontagen und Hilfsmittel in sehr kurzer Zeit abarbeiten lassen.
Die Merlo ROTO 40.25 MCSS erwies sich aber auch bei der Erfüllung des zweiten Hauptpunktes, Transport zur Baustelle, als optimal. Obwohl das Gebiet um den Baitone-Stausee für den Wintersport und die Sommertouristik gut erschlossen ist, kann die Baustelle nur mit Hilfe einer der sechs Drahtseilbahnen erreicht werden. Sie überbrückt mit einer Seillänge von 1.700 m einen Höhenunterschied von 700 m, kann aber nur mit maximal 6.000 kg belastet werden. Es war also unverzichtbar, die über 15.000 kg schwere ROTO 40.25 MCSS in entsprechende Einzellasten zu zerlegen. Durch den artikulierten Aufbau der Merlo-ROTO-Teleskopmaschinen und deren verschiedene Hauptgelenke eine vergleichsweise leicht zu lösende Aufgabe: Die Maschine wurde zunächst in die Hauptbaugruppen Unterwagen, Oberwagen und Teleskophubarm zerlegt. Außerdem wurden vom Unterwagen auch noch die Räder abmontiert und mit einigen anderen Teilen separat transportiert.
Da im Baustellenbereich die Montage der ROTO unterhalb der Seilbahn erfolgen musste und dort nur sehr beengt Platz verfügbar war, hatten die Monteure von Merlo keine leichte Aufgabe. Nach Abschluss der Staumauersanierung wurde die Merlo ROTO 40.25 MCSS auf gleiche Weise wieder zerlegt ins Tal gebracht und dort unter herkömmlichen Bedingungen weiter eingesetzt.
Alessandro Gelmi: Ich möchte noch hinzufügen, dass wir die Merlo ROTO 40.25 MCSS auch deshalb gewählt haben, weil wir neben der Aufgeschlossenheit und Erfahrung des Merlo-Services in unserem Arbeitsgebiet auch auf kurzen Wegen ein dichtes Kundendienstnetz mit einer schnellen Ersatzteilversorgung zur Verfügung haben.

geschrieben von Prof. Dipl.-Ing. Gernot Kotte am 27.05.2007 um 12:27 Uhr.


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