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Artikel aus der Bauwirtschaft

Pressemitteilungen von Herstellern

Merlo Teleskopmaschinen in der Holzwirtschaft

Mittlerweile kann die kräftigste MERLO-Teleskopmaschine Lasten bis 10.000 kg tragen, so dass mit dem allwegtauglichen MERLO-Teleskopmaschinenprogramm auch schwerste Rohholzabschnitte aufgenommen und transportiert werden können.

Merlo Teleskopmaschinen in der HolzwirtschaftEs war vor allem ihre vielfache Wandlungs-fähigkeit, dass MERLO-Teleskopmaschinen schon von Beginn an in allen Bereichen der Holzverarbeitung und des Holzbaus erfolgreich Eingang gefunden haben. Aber die Teleskopmaschine ist auch bei näherer Betrachtung die optimale Umschlag-, Transport-, Lagerhaltungs- und Beschichtungsmaschine im Zusammenhang mit dem vergleichsweise leichten Baustoff Holz. Durch sein geringes Gewicht kann Bauholz in großvolumigen Stapelblöcken oder als sperrig ausladendes Bauteil von Teleskopmaschinen auch bei größter Ausladung oder maximalen Hubhöhen optimal manipuliert werden. Da sie sich auch in vielen automobilen Eigenschaften den früher in diesem Industrie- und Bausektor bevorzugt eingesetzten Geländestaplern als überlegen gezeigt haben, sind sie mittlerweile dort zu unverzichtbaren Schlüsselmaschinen geworden.
Aus dem mittlerweile über 70 Typen umfassenden MERLO-Teleskopmaschinenprogramm ist es besonders die Gruppe der PANORAMIC-Teleskopmaschinen mit starren oder semistarren Maschinenrahmen, aus der die Maschinen für die Holzwirtschaft kommen. Kein Wunder, hat doch dort PANORAMIC 101.10K, die kapazitiv größte Teleskopmaschine im MERLO-Programm, eine maximale Tragfähigkeit von 10.000 kg und kann im Punkt ihrer maximalen Reichweite von 5.700 mm immerhin noch Lasten bis zu 2.750 kg anheben und tragen.
Aus dieser Maschinengruppe wird aber inzwischen besonders die neue PANORAMIC 55.9CS bevorzugt. Eine nur 10.320 kg wiegende Maschine, die nicht nur maximal 5.500 kg tragen, sondern diese Last sogar bis zur größten Hubhöhe von 8.600 mm heben kann. Diese wird mit einem zweischüssigen Teleskophubarm erreicht. Bei ihrer maximalen Ausladung von 4.600 mm kann die P 55.9CS immerhin noch 2.000 kg tragen. Die Maschine ist sehr kompakt gebaut, was sich allein schon in ihren Hauptmaßen ausdrückt:
- Länge der Kernmaschine: 5.100 mm
- Breite der Kernmaschine: 2.400 mm
- Maschinenhöhe auf der Dachfläche: 2.485 mm
- Wendekreisradius bei Rundlenkung: 3.820 mm.
Die wie alle Teleskopmaschinen von MERLO hydrostatisch angetriebene Maschine besitzt ein Zweigang-Nachschaltgetriebe und erreicht in ihrer Standardausführung damit Fahrgeschwindigkeiten von 11 bzw. 20 km/h. Mit dem besonders für Dauereinsätze mit sehr langen Fahrstrecken auf Kundenwunsch lieferbaren Sondergetriebe können im 2. Gang sogar bis zu 40 km/h erreicht werden.
Die P 55.9CS ist als möglichst zielgenau arbeitende Umschlag-, Lager- und Beschickungsmaschine mit einem starren Hauptrahmen und hydraulischem Querneigungsausgleich versehen. Damit ist sie in der Lage, auch auf ±16% quer zur Maschinenhauptachse geneigten Flächen ihre Lastaufnahmeeinrichtung oder Arbeitsausrüstung horizontal zu stellen oder an die Neigung der aufzunehmenden Last anzupassen.
Die nachhaltigste Besonderheit der P 55.9CS ist aber die hydropneumatisch schwingungsgedämpft aufgehängte Panoramakabine der Maschine. Ist die in der Maschinen-Typenbezeichnung durch CS gekennzeichnete Dämpfung aktiviert, und das kann der Fahrer sogar während der Transportfahrt vornehmen, werden Vertikalstöße aus von der Maschine überrollten Fahrbahnunebenheiten abgebaut und die sonst üblichen Stoßbelastungen des Fahrers vermieden. Die Maschine wird weiterhin mit maximaler Fahrgeschwindigkeit und somit auch mit höchster Transportleistung betrieben.
Lasten unterschiedlichster Art, Abmessungen und Gewichte mit wechselnder Ausladung und Hubhöhe aufnehmende Umschlag-, Transport-, Lagerhaltungs- und Beschickungsmaschinen bedingen eine automatisch wirksame Standsicherheitskontrolle. An MERLO-Teleskopmaschinen dienen dazu Achslastsensoren, die beim Erreichen des unter Sicherheitsvorgaben voreingestellten Grenzlastmomentes den Fahrer optoakustisch vom Erreichen dieses Zustandes in Kenntnis setzen und alle Maschinenbewegungen abschalten, welche das Lastmoment weiter vergrößern würden.
Eine nicht weniger wichtige Sicherheitsvorkehrung an MERLO-Teleskopmaschine ist, dass sie von einem massiven Rundstahlgürtel als Rammschutz umgeben wird. Bei den stets recht beengten Platzverhältnissen auf Holzplätzen und Sägewerken besonders wertvoll, um Maschinenschäden sowie die damit möglicherweise verbundenen Ausfallzeiten und Kosten zu vermeiden.
Zu diesen vielen konstruktiven und funktionalen Merkmalen der Basismaschine addiert sich aber jetzt der noch der Ausnahmevorteil, dass MERLO innerhalb seiner Unternehmensgruppe, bei TRE EMME, auch nahezu alle Arbeitsausrüstungen seiner Teleskopmaschinen entwickelt und produziert. Das hat zur Folge, dass MERLO-Teleskopmaschinen in jeder Ausrüstungs-variante ein funktionales Optimum sind. Sowohl bezüglich der operativen Einfachheit und Schnelle des Ausrüstungswechsels als auch in allen fremdkinematisch oder eigenmotorisch angetriebenen Ausrüstungsbewegungen.
Die Bauart und Funktionsweise der jeweils optimalen Arbeitsausrüstung wird von der Art und Struktur des zu bewegenden Holzes bestimmt:
- Ungeordnetes Gestrüpp und ähnlich sperriges Gehölz in kleinen Mengen lassen sich am besten und sichersten mit der klassischen Mehrzweckschaufel greifen.
- Umreifte Holzbündel, Bretterstapel oder auf Paletten fixiertes Material wird kompromisslos mit Staplergabeln aufgenommen. Von den Abmessungen der Gebinde hängt es ab, welche Länge und Stabilität die Gabelzinken haben sollen.
- Holzspäne aller Art und Chips können zwar durchaus mit der herkömmlichen Ladeschaufel aufgehaldet und verladen werden, aber wegen der geringen Materialdichte ist eine Leichtgutschaufel größeren Fassungsvermögens die bessere Wahl.
- Zum gezielten Befüllen von Hochwandsilos oder hochwandiger Spänetransportfahrzeuge eignen sich formal und kapazitiv am besten großvolumige Leichtgut-Hochkippschaufeln.
- Stammholz wird zum Umschlag, Transport oder zur Verarbeitung mit sogenannten hydraulischen Holzklammern lageorientiert auf Gabelzinken fixiert. Die Struktur und Robustheit der gesamten Ausrüstung muss aber auf die Struktur und das Gewicht der Baumstämme abgestimmt sein.
- Bei der Arbeit mit komplexen Holzbauelementen hängt es vor allem von deren Größe und Sperrigkeit sowie vom Gewicht ab, mit welcher Lastaufnahmeeinrichtung und Anschlagmethode sie von der Teleskopmaschine optimal aufgenommen und bewegt werden. Die formal schonendste am besten steuerbare Anschlagmethode ist bei ausreichender Hubhöhe der Maschine die Arbeit mit einem Schwerlasthaken, einem Schwanenhals oder einer hydraulischen Seilwinde. Muss das Bauteil von unten her gestützt werden, sind dazu Staplergabeln am besten geeignet.
- Bei der Montage von Holzbauelementen werden hochliegende Arbeitsplattformen für Mann, Werkzeug und Kleinmaschinen benötigt: Der richtige Einsatz für eine ausklappbare und schwenkbare Hubarbeitsbühne.
- Zur sicherheitstechnischen und umweltschutzbezogenen Pflege der Sägewerk-Arbeitsflächen sollte immer eine das Kehrgut staubbindend benetzende und aufnehmende Vorbaukehrmaschine zur Verfügung stehen.
Nicht zuletzt ist ein besonderer Wesenszug von MERLO-TRE EMME, bestehende Arbeitsausrüstungen konstruktiv an unveränderbare Betriebsbedingungen seiner Kunden anzupassen oder die unverzichtbaren Ausrüstungen sogar völlig neu zu entwerfen.

geschrieben von Prof. Dipl.-Ing. G. Kotte am 03.05.2009 um 18:50 Uhr.


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