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Pressemitteilungen von Herstellern
Optimale Bauleistung bedingt umfassende Maschinenkenntnis
Gummibänder besitzen allgemein Stollenprofile mit großer Verzahnungswirkung auf weichem Untergrund, so dass sie im Gelände den Maschinen eine akzeptable Positionsstabilität verleihen.
„Die Bauleistung und die Einsatzkosten von Mini- und Mikrobaumaschinen auf Gummibandlaufwerken werden sowohl von der einsatzbezogen richtigen Laufwerkswahl, als auch von der Qualifikation des Bedienungspersonals der Maschinen bestimmt!“ So Michael Linser, Geschäftsführer der in Augustin ansässigen LIS GmbH, in seinem jährlichen Fachvortrag über eines der Grundprogramme seines Unternehmens.
Gummibandlaufwerke haben gegenüber den herkömmlichen Stahlkettenlaufwerken eine Vielzahl von Vorteilen!
- Sie machen durch den mit ihnen erreichbaren fahrbahnschonenden Effekt die damit ausgestatteten Maschinen uneingeschränkt allwegtauglich, so dass diese auch auf vergleichsweise empfindlichen Untergründen eingesetzt werden können, ohne dort schwerwiegende Schäden zu hinterlassen.
- Steinkanten oder andere harte Strukturen werden durch das elastisch zurückfedernde Gummiband ohne Beschädigungen überrollt, außerdem werden damit auch die meisten stoßhaften Kipp- und Wankbewegungen der gesamten Maschine vermieden. Ein Pluspunkt für den Fahrkomfort!
- Gummibandlaufwerke erzeugen sowohl im Laufwerk selbst als auch im Zusammenwirken mit dem von ihnen überfahrenen Untergrund nur sehr geringe und damit kaum störende Laufgeräusche. Sie gehen allgemein im dominierenden Geräuschpegel des Antriebsmotors der Maschine unter.
- In der Regel sind die schlaufenförmig aufgebauten Gummibänder in vielen Größen und Profilierungen Lagerware und zudem auch noch erkennbar preiswerter als vergleichbare Stahlketten in klassischer Bauweise.
- Die Gummibänder besitzen allgemein Gummistollenprofile mit großen vertikalen Aufstandsflächen, so dass sie auch auf harten und glatten Untergründen hohe horizontale Reibungskräfte erzeugen können und damit den Maschinen eine akzeptable Positionsstabilität verleihen.
- Durch den sehr kleinen Teilungsabstand zwischen benachbarten Querarmierungen können auch sehr flach bauende Laufwerke mit kleinen Antriebs- und Leiraddurchmessern mit Gummibändern ausgestattet werden, ohne dass bei deren Radumlauf durch einen zu groben Polygoneffekt für Mann und Maschine störende rhythmische Vibrationen erzeugt werden.
- Die Gummistollen sind allseitig abgeschrägt, so dass sie auf weicheren Untergründen beim Eindringen die zwischen einem Stollenpaar liegenden Bodenpolster horizontal verdichten, deren Scherfestigkeit verbessern und damit der Maschine die Entwicklung hoher Zug- oder Schubkräfte ermöglichen.
- Die einzelnen Gummistollen laufen als Halbstollen von beiden Seiten des Gummibandes geradlinig oder leicht schräg bis zur Bandmitte, wo sie, meistens in der Laufrichtung des Gummibandes um eine Stollenbreite versetzt, zueinander im Abstand der Kettenradbreite enden. Durch ihre leichte Schrägstellung und ihre quer zum Band gesehene „Hammerform“ können sie auf weichem Untergrund auch Seitenkräfte übertragen und damit den Maschinen abrutschfreie Querfahrten auf Hängen ermöglichen.
- Für die leichten Maschinen ist diese Seitenabstützung auch wichtig, um auch beim Baggern mit quer zur Laufwerkfahrtrichtung geschwenktem Oberwagen bis zum Verrutschen der Maschine an der Löffelschneide ausreichend hohe Grab- und Lösekräfte entwickeln zu können.
- Im Gegensatz zu den aus einzelnen Gliedern mit offenen Gelenkstellen bestehenden Stahlketten erfahren die mittlerweile innen mit vielen zusammenhängenden Drahtseilschlingen armierten Gummibänder während ihrer Gebrauchszeit keine verschleißbedingte Längung, so dass auch keine schädlichen Eingriffsfehler zwischen der Antriebsradverzahnung und den Querarmierungen des Gummibandes entstehen.
- Beim Erreichen ihrer Ablegereife lassen sich die vergleichsweise leichten Gummibänder mühelos und schnell wechseln.
Wer diese Vorteile des Gummibandlaufwerkes sicher und mit anhaltendem Gewinn nutzen will, sollte aber auch dessen „Schwachstellen“ sehr genau kennen und sich im Maschineneinsatz auf diese einstellen!
- Durch ihre Gummistollenform und -anordnung haben Gummibänder eine bestimmte bevorzugte Fahrtrichtungsorientierung und sollten auch so auf die Laufwerke aufgelegt werden. In der Hauptfahrtrichtung der Maschine befinden sich am Unterwagen die Antriebsräder hinten, was jedoch nicht bedeutet, dass in diesem Zustand die Maschine nicht auch rückwärts gefahren werden könnte.
- Gummi ist ein organisches Material und unterliegt allein durch die Einwirkungen von Luft und Sonne einer bestimmten Alterung, verliert dadurch vor allem im Oberflächenbereich an Elastizität und wird dort rissempfindlich.
- Aus gleichen Gründen sind Gummibänder auch extrem hitze- und vor allem feuerempfindlich, zumal bei zu starker Hitzeeinwirkung auch die Festigkeitswerte der inneren Gummibandarmierung negativ verändert werden können.
- Durch anhaltende Einwirkung von Ölen oder Hydraulikflüssigkeiten entstehen an den damit benetzten Stellen das Gummiband schwächende Auflösungserscheinungen.
- Gummi ist wesentlich weicher als Stahl, so dass Gummibänder in vergleichbaren Einsätzen deutlich rascher verschleißen als vergleichbar beanspruchte Stahlketten.
- Die Gummistollen verlieren durch Verschleiß vor allem in den Hauptzugrichtungen der Maschine ihre zur Scherbeanspruchung der zwischen ihnen liegenden Bodenpolster wichtigen scharfen Profilwände und werden zunehmend abgerundet, so dass das Gummiband bei immer geringeren Zugbeanspruchungen auf dem Untergrund durchrutscht und immer schneller verschleißt.
- Werden mit Gummibandlaufwerken spitze oder scharfkantige harte Objekte überrollt, kann es im Gummiband zu Durchstichen oder gar zu Durchschnitten kommen. In extrem schweren Schadensfällen kann das sogar zu Brüchen in der inneren Stahldrahtarmierung führen.
- Im Gegensatz zu Stahlkettenplatten, die bis zu einem bestimmten Verschleißzustand durch Auftragsschweißungen „regeneriert“ werden können, lassen sich abgefahrene Profile der Gummibänder nicht in vergleichbarer Weise aufarbeiten!
- Durch Stiche, Schnitte und innere Brüche beschädigte Gummibänder lassen sich nicht mehr reparieren, sind daher unter sorgfältiger Beobachtung nur noch bedingt weiterhin brauchbar oder müssen oft sogar umgehend ausgetauscht werden.
geschrieben von Prof. Dipl.-Ing. Gernot Kotte am 12.04.2011 um 09:06 Uhr.
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