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Pressemitteilungen von Herstellern
Liebherr T 282 C Nachfolger des weltweit größten und effizientesten Muldenkipper
Mit rund 237 t Eigengewicht kann der neue Liebherr-Großmuldenkipper T 282 C Nutzlasten bis 363 t bei bis 64 km/h Höchstgeschwindigkeit transportieren.
In den vergangenen sieben Jahren hat Liebherr den weltweit größten und effizientesten Muldenkipper produziert – den T 282 B. Dieser Kipper mit einer Nutzlast von 363 Tonnen hat weltweit Standards in Bezug auf hohe Produktivität und geringen Kraftstoff- verbrauch gesetzt, was sich für Liebherr durch stetig zunehmenden Auftragseingang und einer ausgewiesenen Reputation für minimale Förderkosten widerspiegelte. In diesem Zeitraum wurden viele Konstruktionsverbesserungen realisiert, um Effizienz und Zuverlässigkeit des Fahrzeugs weiter zu steigern. Die zuletzt durchgeführten Maßnahmen waren so eingreifend, dass der Muldenkipper nun von T 282 B in T 282 C umbenannt wird. Zu den neu gestalteten Komponenten gehören der Gussrahmen, das Achsgehäuse und die Fahrerkabine sowie ein von Liebherr komplett selbst entwickeltes und produziertes Antriebssystem. Mit dem verstärkten Schwerpunkt auf hohe Fertigungstiefe gewinnt der T 282 C zusätzliche Zuverlässigkeit.
Auf der Bauma 2010 wird der neue Großmuldenkipper erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.
Bei einem Fahrzeugleergewicht von 237 Tonnen kann der T 282 C eine Nutzlast von bis zu 363 Tonnen bewegen. Der T 282 C kann mit den Motoren MTU DD 20V4000 (20 Zylinder / 2.800 kW / 3.755 PS) und Cummins QSK 78 (18 Zylinder / 2.610 kW / 3.500 PS) ausgestattet werden. Seine Höchstgeschwindigkeit beträgt 64 km/h.
Noch mehr als in anderen Branchen zählt im Mining die absolute Produktionskapazität. Das Prinzip „Größer ist mehr“ führt im Tagebau zu immer größeren und effizienteren Förder- und Ladegeräten. Mit den ersten bereits getesteten Vorseriengeräten und der geplanten offiziellen Markteinführung im letzten Quartal des Jahres 2010 knüpft der T 282 C an die Leistung seines Vorgängers an und bietet weiter minimierte Ausfallzeiten bei maximierter Produktionsleistung. Der neue Rahmen des T 282 C, sein Achsgehäuse, die komfortable Fahrerkabine, das IGBT-Wechselstrom-Antriebssystem, die erhöhte Fertigungstiefe und die „Load-Management“ Philosophie von Liebherr steigern die Leistung und bieten zudem eine höhere konstruktionsgestützte Verfügbarkeit. Dies findet seinen Ausdruck in einem Muldenkipper mit einzigartiger Leistung und Zuverlässigkeit, mit dem für den Anwender die geringstmöglichen Kosten pro geförderte Tonne anfallen.
Erhöhte Fertigungstiefe
Das beim T 282 C nochmals verstärkte Konzept einer hohen Fertigungstiefe umfasst eigene Kipperkomponenten, die speziell für die Anforderungen der Minngindustrie entwickelt wurden. Da sämtliche Komponenten des Antriebssystems aus Liebherr-eigener Entwicklung und Fertigung stammen, wurden konstruktive Lösungen geschaffen, die den optima-len Betrieb des Großgerätes auch in extremen Höhenlagen unter hohen Umgebungstemperaturen und anderen er-schwerten Bedingungen der Mining-Industrie sicherstellen. Neben den bewährten Vorzügen des T 282 B tragen die neuen Merkmale zu einer noch höheren Verfügbarkeit für eines der schnellsten und produktivsten Fahrzeuge seiner Art auf dem Markt bei.
Das größte und zugleich eines der wichtigsten Konstruktionselemente jedes Muldenkippers ist der Fahrzeugrahmen. Darauf sind die Mulde, der Aufbau und das Antriebsaggregat des Kippers montiert. Beim neuartigen Rahmen des T 282 C kommen Gussteile nur in stark belasteten Bereichen zur Anwendung. Im Gegensatz zu Wettbewerbsgeräten, deren Rahmen hauptsächlich aus Gussstahl gefertigt sind, weist der Rahmen des T 282 C Gussteile lediglich dort auf, wo dieser Werkstoff funktional unerlässlich ist. Damit wird das Fahrzeugleergewicht möglichst gering gehalten, um die Nutzlast und schließlich das Produktionspotenzial zu maximieren. Dieses Konstruktionsprinzip entspricht der „Load-Management“ Philosophie von Liebherr, mit dem geringstmöglichen Fahrzeugleergewicht die Nutzlast zu optimieren und die Förderkosten zu minimieren. Durch die Beseitigung sämtlicher Spannungskonzentrationen, das geringere Gewicht des Fahrgestells und der Vermeidung von Kompromissen für die Lebensdauer der Werksstoffe führt die Konstruktion des T 282 C zu einer besonders hohen Verfügbarkeit.
Zusätzlich zum neuen Rahmen erhielt der neue Muldenkipper auch ein völlig umgestaltetes Achsgehäuse. Das neue Achsgehäuse verfügt über zwei Wartungsklappen, eine verbesserte Kabelführung, vertikale Kopplungen und bietet einen stärkeren Luftstrom im Bereich der elektrischen Antriebsmotoren und Betriebsbremsen. Mit der besseren Zugänglichkeit für Wartungsvorgänge und dem stärkeren Luftstrom wurde das Achsgehäuse des T 282 C insbesondere für den Einsatz des Fahrzeugs in Höhenlagen und unter hohen Umgebungstemperaturen optimiert, um Ausfallzeiten zu minimieren und die Verfügbarkeit zu steigern.
In einem Muldenkipper der Ultraklasse kommt dem Arbeitsbereich des Fahrers eine besondere Bedeutung zu. Täglich bis zu zwölf Stunden ist die Kabine der Arbeitsplatz des Fahrers. Eine ergonomisch optimierte und klimatisch stabile Umgebung tragen zum Stressabbau und höherer Konzentrationsfähigkeit bei, wodurch Sicherheit und Arbeitsleistung verbessert werden. Deshalb wurde die Kabine des T 282 C noch fahrerfreundlicher gestaltet. Zu den Neuerungen in der Kabine zählt das neue Display am Armaturenbrett sowie ein integrierter 12-Zoll-Farbtouchscreen für sämtliche Alarmsignale, Fehlermeldungen, Warnungen, Kameras und sonstige Kontrollfunktionen. Als weitere Komfortmerkmale bietet die Kabine nun zusätzliche Düsen für die Luftzirkulation, einen breiteren Innenraum, Dreipunktsicherheitsgurte und einen größeren Doppel-Getränkehalter.
Technischen Fortschritt bietet auch das neue Liebherr-Antriebssystem mit IGBT-Frequenzumrichtern, das als wesentliches Element der angestrebten hohen Fertigungstiefe vollständig im eigenen Haus entwickelt und gefertigt wird. Die flüssigkeitsgekühlten IGBT-Leistungsmodule führen zusammen mit der Liebherr-Regelung zu einer optimierten Ansteuerung der Fahrmotoren. Die Frequenzumrichter für die Nebenantriebe werden bei entsprechenden Fahrsituationen aus der Bremsenergie gespeist. Das neue System umfasst auch die selbst entwickelten Radmotoren und Planetengetriebe. Insgesamt ist gewährleistet, dass der Dieselmotor von der Fahrgeschwindigkeit unabhängig und somit verbrauchsoptimiert betrieben wird. Maßgeblich ist ausschließlich die aktuell benötigte Leistung.
geschrieben von Liebherr am 23.04.2010 um 12:45 Uhr.
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