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Artikel aus der Bauwirtschaft

Historisches und Kurioses

Lademaschinen

Zu Beginn der 60er Jahre kamen die ersten aus Radschleppern entwickelten Baggerlader auf den Markt, die allerdings durch ihre hohen Zusatzmassen nur bedingt universell geländegängig waren.

LademaschinenDaher kam die Überlegung auf, kleinere und leichtere Laderaupen mit Hecktieflöffeln zu versehen. Allerdings wollte man mit derartigen Zusatzaufbauten in dem sich allmählich mit Kinematik-Hydraulikbaggern füllenden Markt auch das Besetzen größerer Marktanteile des bisherigen „Flachbaggermarktes“ durch diese neue Erdbaumaschinengruppe verhindern. Es zeigte sich jedoch, dass die normalerweise mit einem kleinen Gegengewicht auskommenden Laderaupen mit der Hecktieflöffelausrüstung extrem hecklastig, auf weichen Böden mit den Antriebsrädern tief einsanken und somit sehr manövrierträge wurden. Da aber auch das Absetzen der Hecktieflöffelausrüstung einen hohen Zeitaufwand erforderte, war es unpraktikabel, sie zu Ladearbeiten abzusetzen und das dann an ihrer Stelle nötige Gegengewicht wieder anzubauen. Aber auch die Notwendigkeit, zur Bedienung des Hecktieflöffels die Fahrerkabine zu verlassen und auf einen externen Baggersitz zu steigen, war hinderlich. Am schwerwiegendsten war aber wohl die Tatsache, dass für Maschinen auf Kettenlaufwerken der Einsatz auf öffentlichen oder anderen befestigten Flächen tabu war und ist, so dass sich die Einsatzmöglichkeiten dieser Maschinenkombination nur auf Geländebaustellen beschränkten. Dort übernahm aber bald der Kinematik-Hydraulikbagger auf Radfahr- oder Kettenlaufwerken auch die Aushub- und Verladearbeiten und verdrängte damit die Laderaupe insgesamt.

geschrieben von Prof. Dipl.-Ing. G. Kotte am 12.05.2009 um 17:53 Uhr.


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