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Pressemitteilungen von Herstellern

Kammerplatten-Verbausystem Gigant von Ischebeck

Kurze T-Träger an den Außenseiten der Kammerplatten dienen als Auflager auf der Fahrbahnkante und verhindern, dass beim Eindrücken der Kanaldielen die Kammerplatten mit nach unten geschoben werden.

Kammerplatten-Verbausystem Gigant von IschebeckIm südöstlich von Hamburg gelegenen Geesthacht erneuert die Stadt die maroden 600er Steinzeug-Abwasserrohre in der Hafenstraße. Mit den neuen Rohren sollen Regen- und Schmutzwasser getrennt gesammelt und die Kapazitäten vergrößert werden. Das Bauunternehmen Walter Holtermann aus Lüneburg wurde beauftragt, die neuen Regen- und Schmutzwassersiele zu verlegen.
Wegen der umliegenden, zum Teil über 100 Jahre alten Wohn- und Geschäftshäuser mussten beim Einbringen des Verbaus und bei der Rohrverlegung Erschütterungen weitestgehend vermieden werden. Deshalb wurde bei der Auftragsvergabe festgelegt, dass die notwendigen Verbausysteme weder in den Boden gerammt noch durch Vibration auf Tiefe gebracht werden durften. Um der Anforderung nach erschütterungsfreien Bauarbeiten Rechnung zu tragen, entschied sich das ausführende Unternehmen hier für eine etwas abgewandelte Lösung des Kammerplatten-Verbausystems GIGANT von Ischebeck, eine Verbindung von Kanaldielen- und City-Kammerplatten, die über den Ischebeck-Partner Thyssen Krupp GfT Bautechnik bezogen werden können.
Die 1,80 m breite Baugrube war auf insgesamt 4 m Tiefe auszuheben. Als erstes erfolgte der Aushub von etwa 1,50 m für die vormontierte 1 m hohe Kammerplatten-Einheit aus Kammerplatten und Streben. Nachdem diese eingesetzt war, drückte der Bagger die Kanaldielen zügig hinein. Dabei wurde abwechselnd ausgehoben und nachgedrückt, wodurch sich Erschütterungen vermeiden ließen.
Polier Peter Rosseburg erklärt eine Besonderheit bei der Vorgehensweise: Es wurden oben an die Außenseiten der Kammerplatten kurze T-Träger geschweißt. Sie dienen als Auflager auf der aufgeschnittenen Fahrbahnkante und verhindern, dass beim vibrationsfreien Drücken der Kanaldielen die Kammerplatten mit nach unten gedrückt werden oder rutschen, was besonders in nichtbindigen und rolligen Böden leicht vorkommt. Das Verfahren funktioniert: „Der Einbau der Kanaldielen ging prima. Durch den optimal abgestimmten Voraushub rutschten sie fast von allein runter, wobei uns auch die Bodenbeschaffenheit hilfreich war.“
Das Kammerplatten-Verbausystem verbindet die Vorteile von Verbauplatten hinsichtlich Transport und Handhabung mit den Kostenvorteilen von Kanaldielen. Somit wird ein optimaler Materialeinsatz mit geringen Vorhaltekosten erreicht. Schon mit minimalem Personaleinsatz lässt sich wirtschaftlich Leitungsgrabenbau betreiben. Durch einen optimal an die Bodenbeschaffenheit angepassten Voraushub werden die erforderlichen Drück- oder Rammarbeiten zudem erheblich reduziert. Dadurch entfallen Probleme mit Lärm und Erschütterungen in Wohngebieten ebenso wie Setzungen und Risse in der Straße.
Die Kammerplatte ist gleichzeitig Führung und obere Abstützung (Gurtung) für die Kanaldielen. Der übliche Tieflöffelbagger reicht für alle Arbeiten: zum Ausheben des Bodens, zum Transportieren der Kammerplatteneinheit, zum statischen Drücken und späteren Ziehen der Kanaldielen. Ein besonderer Vorteil des Kammerplattenverbaus: Bei kreuzenden Querleitungen können je nach Lage der Leitungen einzelne Dielen ausgesetzt werden, so dass dieses Verbausystem sich flexibel an die spezifischen Erfordernisse der jeweiligen Baustelle anpassen lässt. Darüber hinaus ist dieser Verbau besonders wirtschaftlich: Die An-schaffungskosten pro Quadratmeter sinken, weil der Kostenanteil der preiswerten Kanaldielen steigt. Die Kammerplatten eignen sich für alle marktüblichen Kanaldielen und Leichtprofile. Für jedes Profil sind wahlweise Führungen in die Kammer eingeschweißt, so dass sich dieses Verbausystem den jeweiligen Anforderungen verschiedener Baustellen problemlos anpassen lässt.

geschrieben von Prof. Dipl.-Ing. G. Kotte am 04.04.2009 um 08:52 Uhr.


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