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Pressemitteilungen von Herstellern
Stützmauer-Verankerung mit Stahltraggliedern Ische-Beck Titan
Eine die Baustelle in Rübeland kennzeichnende Schwierigkeit war die Herstellung einer den maschinellen Bohrarbeiten temporär genügend Platz bietenden und ausreichend tragfähigen Arbeitsplattform. Schließlich lag das Einbohrniveau zum Teil mehr als 3 m über der Fahrbahnoberfläche der B27.
Rübeland, zwischen Elbingerode und Blankenburg am Rande des Ostharzes gelegen, ist zwar nur eine vergleichsweise kleine Gemeinde, aber bereits schon seit dem 16. Jahrhundert ein Besuchermagnet. Damals wurde die inzwischen weltbekannte Baumannshöhle entdeckt, die heute mit der 1866 entdeckten Hermannhöhle und einigen anderen Tropfsteinhöhlen die Hauptattraktion des kleinen Ortes sind. Dieser liegt 459 m über Normalnull und zählt jährlich etwa 2,5 Millionen Besucher. Allein diese Zahl verdeutlicht, welchen kulturellen und ökonomischen Wert der Tourismus für diese Region besitzt und dass dieser mit Sorgfalt regelmäßig weiter ausgebaut werden muss. In diesem Zusammenhang hat in dem in einem engen und gewundenen Tal gelegenen Ort vor allem die Sicherheit auf allen Verkehrswegen einen hohen Stellenwert. Im Rahmen einer größeren Baumaßnahme, in der auch drei Brückenbauwerke enthalten sind, wurde jetzt an einer bislang recht engen Stelle die den Ort durchlaufende B27 in einer Länge von 140 m um insgesamt 3,5 m verbreitert und damit neben einem 1,25 m breiten Trennstreifen auch noch Platz für die Anlage eines 2,25 m breiten Fuß- und Radweges geschaffen.
Diplom-Ingenieur Stefan Kleimeyer, in der in Ermsleben ansässigen Umwelttechnik & Wasserbau GmbH für den Bereich Spezialtiefbau zuständig: "Die Straßen-verbreiterung bedingte die entsprechende Zurückset-zung des die Fahrbahn der B27 bislang begrenzenden Hanges und den Neubau einer 5,7 m hohen soliden Stützmauer. Meinem Team oblag dabei die Aufgabe, für den im Querschnitt 1,9 x 1,4 m messenden Kopf-balken der Stützmauer 41 Anker zu setzen und dabei gleichzeitig den Hang noch zu stabilisieren."
Für die bis 9 m langen, im Winkel von 25° zur Horizontalen geneigten und später bis in die Bewehrung des Kopfbalkens reichenden Anker hatte man Stahltragglieder TITAN 73/53 aus dem Geotechnikprogramm von Ischebeck gewählt.
Diese mit einem aufgerollten Außengewinde versehenen Stahlstäbe haben einen Außendurchmesser von 73 mm und eine Bohrung von 53 mm, wiegen 12,8 kg/m, sind auf Zug und Druck mit jeweils 554 kN belastbar und repräsentieren im Geotechnikprogramm von Ischebeck den mittleren Größenbereich. Wie alle anderen Ischebeck-Anker wird auch diese Größe in Abschnitten von drei Metern Länge geliefert, ein Maß, das sich in der Zwischenzeit in der Bohrpraxis als optimal erwiesen hat.
Eine die Baustelle in Rübeland kennzeichnende Schwierigkeit war die Herstellung einer für die maschinellen Bohrarbeiten genügend Platz bietenden und ausreichend tragfähigen Arbeitsplattform. Schließlich lag das Einbohrniveau zum Teil mehr als 3 m über der Fahrbahnoberfläche der B27.
Bohrmeister Henry Flohr: „Auf diese Weise wurde sowohl in der Längsflucht des Hanges als auch in der Bohrrichtung für uns ausreichend Platz geschaffen, um auf diesem Niveau mit unserer Klemm-Bohrmaschine KR802 sicher und zügig arbeiten zu können."
Da auch in Rübeland die Ankerarbeiten im zeitlichen und technologischen Vorlauf zu dem sich anschließenden Bau der Stützmauer ausgeführt werden mussten, erwies sich die mit dem Geotechnikprogramm TITAN von Ischebeck erreichbare hohe Bohrleistung als großer terminlicher Vorteil. Diese ungewöhnlich hohe Bohrleistung wird einmal dadurch erreicht, dass die Stahltragglieder TITAN von Ischebeck mit so genannten "verlorenen Bohrkronen" eingebracht werden. Es wird also bis auf die kurzen Stopps zum Aufschrauben neuer Ankerabschnitte nahezu kontinuierlich und nur in einer Richtung gebohrt. Außerdem werden aber auch durch die sich während des Bohrens mit dem Zementanteil in der Spülflüssigkeit "automatisch" ergebende Selbststabilisierung der Bohrlöscher Störungen und Verzögerungen im Bohrablauf weitgehend vermieden. Zugleich erfolgen durch das anhaltende Spülen des Bohrloches mit einer Zementsuspension und durch das anschließend immer mögliche Verpressen des voll eingebrachten Stahltraggliedes mit einer „dickeren“ Zementsuspension eine intensive Raumzwickelauffüllung und damit immer auch eine spürbare Stabilisierung der die Bohrung umgebenden Boden- oder Gesteinsstrukturen.
Harry Müller, der regional zuständige Gebietsleiter von Ischebeck: "Mittlerweile hat es sich erwiesen, dass die technologischen und wirtschaftlichen Vorteile des Arbeitens mit Stahltraggliedern TITAN von Ischebeck sich mit jeder Ankergröße unseres Programms einstellen. Nicht zuletzt auch dadurch, dass eben das gesamte mit einer verlorenen Bohrkrone eingebrachte Ankermaterial im Bohrloch verbleibt.“
Auf den meisten Spezialtiefbaustellen, auf denen mit geotechnischen Methoden Stabilisierung, Verbindungen, Befestigungen, Verstärkungen oder Abdichtungen vorgenommen werden müssen, wird bautechnologisch mit weitgehend gleichen Methoden und Abläufen gearbeitet. Aber grundsätzlich unterscheiden sie sich alle in einigen wesentlichen Details: In der Struktur und im Belastungsspektrum der zu durchbohrenden Bodens oder Fels- und Bauwerkstrukturen, in ihrer räumlichen Kompliziertheit sehr unterschiedlichen Zugangswegen und Arbeitsflächen und in den während der Arbeiten unbeeinflussbar wirkenden klimatischen Bedingungen. Wie groß der Einfluss „Mensch“ auf die Wirtschaftlichkeit und die Qualität einer Spezialtiefbauarbeit ist, zeigt sich am Ende darin, wie schnell, sicher und gut er auf sich plötzlich auf der Baustelle einstellende Besonderheiten reagiert.
geschrieben von Prof. Dipl.-Ing. Gernot Kotte am 26.01.2009 um 20:01 Uhr.
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