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Pressemitteilungen von Herstellern

Ischebeck Geotechnik

Trotz größter Bemühungen lassen sich während der Planungsphase einer Geotechnik-Maßnahme die realen Baustellenverhältnisse theoretisch nur sehr schwer genau vorausbestimmen.

 Ischebeck GeotechnikErfolge in der Geotechnik sind zu einem großen Teil die Ergebnisse anwendungstechnisch umgesetzter Erfahrungen. Andererseits entstehen geotechnische Erfahrungen durch sorgfältige Analysen praktischer Anwendungsfälle und durch den Vergleich der in der Realität im Einzelprozess letztendlich erzielten Ergebnisse mit den zuvor planerisch festgelegten technologischen Abläufen. In den 25 Jahren, in denen sich ISCHEBECK mit der Entwicklung und Herstellung von Stahltraggliedern TITAN und deren Einsatz in der Geotechnik befasst, hat es sich gezeigt, dass man nur mit einem sehr breit gefächerten und somit flexibel variierbaren Traggliedersystem den Forderungen der Praxis in guter Näherung entsprechen kann. Näherungen allein schon deshalb, weil es weder vollkommen homogene Böden und Gesteine noch über längere Zeiträume hinweg in ihrer Art, Größe und Wirkungsrichtung konstante Lastfälle gibt. In der Praxis gewonnene Sicherheitsfaktoren sorgen allerdings schon lange dafür, dass die Einsätze im Vergleich mit der punktuellen Forderung stets mit einer ausreichenden Funktionsreserve abgeschlossen werden.
Da ISCHEBECK mittlerweile 13 im Tragquerschnitt unterschiedliche Stahltragglieder TITAN im Programm hat, kann man sich schon bei der Einsatzplanung entscheiden, ob man mit mehreren kleineren oder deutlich weniger großen Elementen arbeiten will.
Zunächst muss geklärt werden, für welche Funktionsdauer die Stahltragglieder vorgesehen sind und wie korrosionsaggressiv der anstehende Untergrund ist. Genügt die im Bohr- und Verpressprozess entstehende Zementsteinummantelung eines rohen Stahlgliedes als Korrosionsschutz während der geplanten Funktionsdauer oder ist ein besserer Korrosionsschutz nötig? ISCHEBECK bietet dazu Stahltragglieder TITAN in unterschiedlichen Ausführungen an: feuerverzinkt; feuerverzinkt und epoxyd-beschichtet und die Querschnitte 30/11 und 40/16 inklusive Zubehör zusätzlich aus rostfreiem Edelstahl INOX.
Die nächste Entscheidung betrifft die Festlegung des Bohrrasters, das man auf der entsprechenden Baustelle unter welchen Bohrwinkeln realisieren kann und die Abschätzung der Gesamtbohrzeiten, die von den vorliegenden Boden- oder Gesteinsstrukturen ermöglicht werden. Diese hängen aber davon ab, mit welcher Bohrkronenform gearbeitet werden kann. Der Planungsingenieur oder Bohrmeister kann so zwischen Lehm-, Warzen-, Kreuzbohrkronen, und Rammspitzen in unterschiedlichen Formen und Größen wählen. Für festere Untergründe stehen auch mit Hartmetall bestückte Bohrkronen zur Verfügung.
Die optimale Bohrkronenform festzulegen, erfordert bereits gute allgemeine und spezielle Kenntnisse vom vorliegenden Boden oder Gestein. Hier kommt der langjährig erfahrene Bohrmeister zum Zuge, obwohl er letztendlich auch nicht genau weiß, mit welchen speziellen Strukturstörungen und damit verbundenen Bohrschwierigkeiten er im jeweils vorliegenden Einsatzfall konfrontiert wird. Auch die Kennwerte von Probebohrungen mit unterschiedlichen Bohrkronen spiegeln letztendlich nur die Verhältnisse in der jeweiligen Bohrung. Hilfreich sind jetzt vor allem notierte Erfahrungen aus vergleichbaren Einsätzen, die von den Anwendungstechnikern von ISCHEBECK in regelmäßigen Meetings gegenseitig mitgeteilt und abgeglichen werden und somit auch den ausführenden Bauunternehmen zur Verfügung stehen.

Ob das Stahl-Tragglied und der damit hergestellte Verpresskörper die vorher errechneten, theoretischen Lasten aufnehmen, muss eine anschließende, stichprobenartige Prüfbelastung zeigen, bei welcher bestimmte Hebungswerte nicht überschritten werden dürfen. Aber auch diese entscheidende Kenngröße eines eingesetzten Stahltraggliedes wird von vielen Einflussgrößen bestimmt.
Es ist zwar sehr einfach, dessen effektive Länge durch das Kuppeln mehrerer 3 m-Standard-Abschnitte im bautechnisch gewünschten Maße herzustellen. Auch die mögliche Einbindungslänge des Stahltraggliedes im Untergrund kann durch partiell aufgeschobene Plastik-Hüllrohre sehr genau determiniert werden. Doch die Ausbildung der so genannten Verpresskörper hängt von weiteren Faktoren ab: Die zum Teil unbekannte Boden- oder Gesteinsstruktur im engsten Bohrungsumfeld; die Qualität des verwendeten Zements; die Dimensionierung des Bohrrasters und die damit verbundene Stützwirkung vorher eingebrachter, benachbarter Stahl-Tragglieder; etc.
In vielen Fällen müssen die Verpresskörper Kräfte in verschiedenen Richtungen aufnehmen. Diese werden durch angepasste Einbringungswinkel in den Untergrund abgetragen.
Da in den vielen Einsatzfällen zwischen den intern zu stabilisierenden oder extern zu sichernden Boden- oder Gesteinsvolumina und den dazu eingesetzten Stahltraggliedern geschlossene Kraftverläufe erforderlich sind, hat natürlich auch die angepasste Form und Stabilität der die Ankerkraft umlenkenden Kopfplatte großen Einfluss auf die ausgeführte geotechnische Sicherung. Auch dafür hat ISCHEBECK auf die verschiedenen Stahltraggliedergrößen maßlich abgestimmte Kopfplatten, Kalottenplatten, Kugeln und Kugelplatten, Auflagerplatten, Keilscheiben und Kugelbundmuttern im Programm - zum größten Teil auch in den jeweiligen Korrosionsschutzqualitäten. Aber auch Laststufenindikatoren, um die vom Ankerkopf her aufgebrachten Vorspannkräfte exakt zu kontrollieren.
Natürlich befindet sich auch das zur jeweiligen Stahltraggliedgröße passende Spül- und Verpresszubehör im Geotechnik-Programm von ISCHEBECK.
Es ist längst erkennbar, dass technisch und wirtschaftlich erfolgreiche geotechnische Verbindungs-, Stabilisierungs- und Sicherungsarbeiten schon ab der umfassenden Voruntersuchung der jeweiligen Baustelle Teamarbeiten von erfahrenen Fachleuten sind. Hier haben sich besonders die meistens langjährig erfahrenen und regelmäßig geschulten Ingenieure von ISCHEBECK sowohl unter verfahrenstechnischen und wirtschaftlichen Aspekten als auch bezüglich der letztendlich erreichten Nutzqualität der geotechnischen Baumaßnahme optimal bewährt.

geschrieben von Prof. Dipl.-Ing. Gernot Kotte am 19.01.2010 um 09:06 Uhr.


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