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Artikel aus der Bauwirtschaft

Historisches und Kurioses

Baggertechnik

Unsere z.B. im Erdbau eingesetzten Bagger haben ihren Ursprung in der Nassbaggerei.

BaggertechnikAnfänglich ging es vor allem in Holland darum, den die Grachten allmählich zusetzenden Fäkal- und Abfallschlamm, den so genannten Bagger, bei deren aufrechterhaltener Flutung wieder zu entfernen. Für die von Schiffen aus dazu anfänglich genutzten langstieligen Schöpflöffel wurden bald Bewegungsmechaniken entwickelt, mit deren Hilfe sogar die Menschenkraft ausreichte, um mit sehr großen Baggerlöffeln zu arbeiten. Diese mechanischen Nassbaggerboote wurden danach auch zum Vertiefen von Flussläufen und Häfen eingesetzt.
Auf der Darstellung wird der Baggerlöffel mit Hilfe seines auf einer Stütze aufliegenden Stieles zunächst auf den abzutragenden Grund abgesetzt. Das entsprechende Halteseil hat der „Löffelwerker“ um einen Querknebel geschlagen. Danach treten die „Läufer“ im großen Tretrad in Aktion, welche die zum Löffel gehende Zugkette aufhaspeln und dadurch den Löffel über den Baggergrund und letztendlich gefüllt über die Materialschute bewegen. Dort wird die rückwärtige Klappe des Baggerlöffels geöffnet und dieser dadurch entleert. Anschließend wird der Löffel wieder an einem Zugseil mit Hilfe des kleineren (rechten) Tretrades zurück in die Baggerposition gezogen. Eine vierseitige Verankerung des Baggerschiffes verhinderte, dass sich über die Baggermechanik das Schiff anstelle des Baggerlöffels bewegte.

geschrieben von Prof. Dipl.-Ing. G. Kotte am 06.04.2009 um 16:19 Uhr.


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